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HEURIGER

Bild: Heuriger
"Heuriger" ist ein Ausschankbetrieb mit eigener Kultur, wo der zuletzt gelesene (geerntete) Wein bis zum Martinitag am 11. November des Folgejahres ausgeschenkt wird. "Aus'gsteckt" ist, wenn ein Heuriger geöffnet hat. Einer alten Tradition folgend, wird eine lange Stange über dem Eingang so "ausgesteckt", dass diese in die Gasse ragt und damit den geöffneten Betrieb deutlich anzeigt. Ein gut sichtbarer Föhrenbuschen am Ende der Stange erklärt die Bezeichnung "Buschenschank". Früher wurde mit den heute noch üblichen roten und/oder weißen Bändern an den Föhrenbuschen vermittelt, daß hier Rot- und/oder Weiß-Wein konsumiert werden kann.
Laut dem von Joseph II. 1784 verankerten Buschenschankrecht durfte ein Heuriger noch bis weit ins 20. Jahrhundert nur jungen, eben heurigen Wein ausschenken und keine Speisen anbieten. Inzwischen wird den Ansprüchen der Heurigenbesucher fast uneingeschränkt entsprochen. Es wird Wein verschiedener Erntejahre ausgeschenkt und es gibt ein vielfältiges Speiseangebot. Aufrecht geblieben ist die Gemütlichkeit in heimeligen Heurigenlokalen und besonders schönen Winzerhöfen. Ein Besuch beim Heurigen kann heute noch die in alten Wiener Liedern besungene Weinseligkeit nachvollziehbar machen.
Aussteckzeiten können Sie bei vielen Betrieben auf deren Homepage erfahren. Siehe nachfolgende Links:
"Herzog's Brunngassen-Heuriger", "Waldheuriger Herzog",
"Weinbau Heuriger Kainz",
"Weinbau Prendinger",
"Weinbau Schachl",
"Weinbau Sunk",
"Weingut Lielacher",
"Weingut Reischer - Hubertuskeller",
"Weingut Schlossberg"
ohne Vollständigkeitsgarantie.
Aussteckzeiten entnehmen Sie bitte aus "Ausg'steckt is'"
Version 5.0 2010 - © Johann Ployer 2009